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Hildegard von Bingen – die frühen Jahre-Wanderung

Eine heilige Klausnerin, Visionen, Klosterruine Disibodenberg

Kurze Details

Treffpunkt: 55568 Staudernheim (Nahe), Bahnhofstraße, Nähe Draisinenstation Staudernheim

Nach der ca. 3,5h Wanderung nehmen wir ein Selbstverpflegerpicknick ein und starten dann zur Führung auf dem Disibodenberg.

Im Tourenbeitrag enthalten: Themenführung, Klosterführung

Die Mindestteilnehmerzahl beträt 4 Personen.

Zusätzliche Termine, Gruppentermine oder Firmenevents gerne auf Anfrage.

Bitte beachten Sie, dass für die Bearbeitung Ihrer Buchung und den sofortigen Ausdruck Ihres Tickets als [email protected] eine Bearbeitungsgebühr anfällt.

Erwachsene
30
Kinder bis 12 Jahre
15

Über die Wanderung

Unsere Tour lässt uns zuerst die beeindruckende Landschaft um den Disibodenberg herum entdecken und führt dann zu jenem exponierten Hügel, auf dem “Die Heilige vom Berg” sich zu einer der ungewöhnlichsten Frauengestalten des Mittelalters entwickelte. Zudem eröffnet eine Klosterführung den interessierten Besuchern eine wunderbar romantische Parkanlage mit ihrer ganz eigenen, fast mystischen Stimmung. Wir erfahren, wie Hildegard von Bingen mit ihrer Mentorin lebte und wo sie den Pilgern ihrer Zeit mit Rat und Tat zur Seite stand.

Eine Zeitreise in die Welt des frühen Mittelalters, in dem Frauen ihre Bestimmung nur in der Familie oder im Glauben finden konnten. Näher kann man der Persönlichkeit der heiligen Hildegard nicht kommen!

Hintergrund

Auf der Trierer Synode von 1147/48 wurde als erste Frau in der Kirchengeschichte Hildegard von Bingen vom Papst als Seherin anerkannt. Bereits im Jahre 1112 zog sie in das Kloster auf dem Disibodenberg am Glan. Dreißig Jahre später wird sie hier ihre berühmt gewordenen Visionen von einem schriftgelehrten Mönch aufzeichnen lassen. Was genau erfuhr die heilige Frau in ihrer weltabgeschiedenen Klause? Und wie wurde sie zur bekanntesten Frauengestalt des Mittelalters, deren frühere Wirkungsstätte kaum bekannt ist?

Alles begann mit einem Mythos auf einem kleinen Berg. Der irisch-schottische Wandermönch Disibod gründete ein Kloster, in dem drei Orden ihre Heimat finden werden…

Warum hatte Hildegard von Bingen die Gabe des Sehens? Wer öffnete ihr die Augen, so dass sie Bücher wie “Wisse die Wege”, “Ursprung und Behandlung der Krankheiten” oder auch “Heilsame Schöpfung – die natürliche Wirkkraft der Dinge” erarbeiten konnte? Vielleicht war es die nur sechs Jahre ältere Lehrerin Jutta von Sponheim (1092-1136), die als Magistra den übrigen Nonnen vorstand. Und von der sie möglicherweise das Lesen und Schreiben und das Singen der Psalter und die Bibel lernte.

Als Jutta von Sponheim starb, hatte sie ihren Wunsche, Hildegard zu ihrer Nachfolgerin als “Magistra”, Meisterin des Frauenkonvents, zu wählen, bereits ausgesprochen. 1139 wurde Hildegard von Bingen von den Nonnen zur Magistra gewählt. 1151, 15 Jahre später, trat sie aus dem Schatten ihrer Mentorin heraus und gründete etwas Eigenes: das Kloster Rupertsberg in Bingen am Rhein.

Quelle: Franz Stab, Sponheim – Hefte, Nr. 21